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Toulouser Gänse wurden in Frankreich als reine Nutztiere erzüchtet. Besonders die Leber, die größer ist als bei anderen Rassen, wird von Franzosen für die berühmte Gänseleberpastete verwendet. Mit ihrem massigen Körper sind die Toulouser die schwerste ausländische Gänserasse. Sie sind von ruhigen Wesen und äußerst Zutraulich.


Diese Gänse stammen aus der Gegend um Toulous in Südfrankreich. In England wurden die Tiere, die in Frankreich bereits vor mehreren hundert Jahren lediglich zu Nutzzwecken gezüchtet wurden, rassisch veredelt, und die heutigen Rasseatribute entstanden. Der Zuchtstand dieser Rasse hat in Deutschland ein sehr hohes Niveau.


Massige Körperform, kräftiger Hals, breiter, kurzer Kopf, bis auf die Erde reichende doppelte, hinten geschlossene Bauchwamme.


Rumpf>>>verhältnismäßig kurz, breit, sehr massiv. Vollausgebildetes Hinterteil mit doppelter, tief herunterhängender Bauchwamme.                               Kopf>>>kurz, breit, hoch, mit flacher Stirn, waagerecht getragen, gut entwickelte Kehlwamme.                                                                 Schnabel>>>kurz, dick, nach der Spitze zu abwärts gebogen, orangefarbig mit blasser Bohne.                                                                                      Augen>>>groß, dunkelbraun, mit schmalem, orangefarbigen Ring.      Hals>>>>mittellang, sehr kräftig, gerade, aufrecht getragen.           Rücken>>>breit, fast gerade, und nahezu waagerecht getragen.    Schwanz>>>kurz, breit, waagerecht getragen.                                      Brust>>>voll, breit, tief angesetzt, mit geradem Brustkiel.                   Flügel>>>breit, nicht zu lang, hoch und dicht anliegend getragen. Schenkel>>>kurz und kräftig, vollständig in dem sehr reichen Seitengefieder verborgen.                                                                                            Läufe>>>kurz, stark und kräftig, vollständig in dem sehr reichen Seitengefieder verborgen.


Grau>>>Wie bei der Graugans, möglichst satte, ins schwarz oder blau spielende Farbe und feiner weißer Federsäumung. Schwanz grau mit weißen Rändern. Bauch und Steißgefieder weiß. Junge Tiere sind heller als alte und mehr braungrau.


Fehlender Kiel, fehlende Kehlwamme, dunkle Schnabelbohne bei Alttieren.


Ganter 9 - 10 kg, Gans 8 - 9 kg.


Mindestgewicht 160 g, Schalenfarbe der Eier weiß.


Beide Geschlechter 27mm.


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Unter den Geflügelarten zeichnen sich die Gänse durch eine besonders enge Bindung aneinander aus: Mittelpunkt ihrer sozialen Gemeinschaft ist die Familie, d. h. das Elternpaar mit seinen Kindern. Selbst in Großherden bleibt diese Organisation erhalten, denn sie sind nichts anderes als mehr oder weniger lockere Vereinigungen einzelner Familien. Bei den wildlebenden Ahnen unserer Hausgans, den Graugänsen, besteht eine eindeutige Einehe. Je ein Ganter und eine Gans schließen sich zum Paar zusammen, das lebenslang beisammen bleibt. Durch die Domestikation ( Haustierwerdung ) lockerte sich diese Bindung, so dass heute mehrere Gänse mit einem Ganter als soziale Einheit oder als Zuchtstamm auftreten.

Die Kontaktaufnahme der Gössel mit der brütenden Gans und den Geschwistern in den benachbarten Eiern beginnt bereits während der Brut. Das Gössel äußert zwei Tage vor dem Schlupf einem dem Weinen vergleichbaren pfeifenden " Wie " -Laut, den es bei starker Abkühlung oder dem Eintrocknen der Eihaut, also bei Schwierigkeiten während des Schlupfes hören läßt, und eine Vorstufe des Schnatterns, wenn sich das Ei nach der Abkühlung wieder erwärmt oder die Eihaut angefeuchtet wird, oder als Antwort auf Lautäußerungen der brütenden Gans oder der anderen Gössel in den benachbarten Eiern. Außerdem beherrscht das Gössel - allerdings erst nach dem Schlupf -  einen leisen trillernden Schlaflaut. Sobald das Gössel stehen kann, verbindet es den " Wie " -Laut mit Halsvorstrecken ( Bild 1 ), und diese Geste leitet von nun an jede Kontaktaufnahme mit den Eltern und Geschwistern ein, Im Alter von wenigen Tagen beginnen unter den Gösseln bereits die Rangkämpfe die ausgelöst werden, wenn sich zwei frontal mit gestreckten Hälsen und gesenkten Köpfen gegenüberstehen. Etwa am 12. Lebenstag steht die Rangordnung fest. Die unterlegenen Gössel wenden sich fortan mit gestrecktem Hals zur Seite, wenn sie Ranghöhere begegnen, sehen also an jenen vorbei, statt diese starr anzublicken. Genau so verhalten sich die erwachsenen Gänse: seitliches Vorbeisehen am Partner unter Schnattern und Halsvorstrecken ( Bild 2a ) stellt ihre Ünterwürfigkeitsgebärde( Bild3a ) dar, durch die sie weitere Auseinandersetzungen vermeiden. Gänseküken zeichnen sich durch eine stark ausgebildete Prägungsbereitschaft aus, wie sie außer ihnen nur noch die Puten besitzen. Bei ihnen ist die Fähigkeit, sich den Lebewesen eng anzuschließen, die sie zuerst erblicken, bis zum Äußersten entwickelt. Unter natürlichen Aufzuchtbedingungen prägen sich so die Gössel auf ihre Mutter und Geschwister und bekommen dadurch eine feste Bindung an ihre Artgenossen. Bei künstlicher Brut tritt oft der Mensch an die Stelle der Mutter und wird als vermeindlicher Artgenosse angenommen, dem sich die Gössel anschließen, ihm folgen und dem sie später zum Sexualpartner wählen, während sie andere Gänse nicht beachten. Zur Verhütung solcher Fehlentwicklung genügt es, die Gössel nach dem Abtrocknen zusammenzubringen. Der soziale Bindungstrieb ist bei Gänsen sehr stark ausgebildet: allein gehaltene Gössel suchen z. B. so intensiv nach einem Partner, dass sie darüber die Futteraufnahme vergessen und Zugrunde gehen können. Die Bindung an die Familie gehört bei ihnen zu den wichtigsten Lebensbedingungen.

Während der Mauser in das Konturgefieder äußern Gössel den " Wie " -Laut ( jetzt ein leises Schnattern ) nur noch als bloßen Stimmfühlungslaut ( Äußerung der Zusammengehörigkeit ) ohne Halsbewegung. An dessen bisherige Stelle tritt das tiefere und lautere Schnattern mit Halsvorstrecken als Angriffsgeste, mit der Fremde angedroht werden oder als Ausdruck gemeinsamer Abwehr. Als Warnhaltung ( Bild 2b ) ist das Hochrecken von Hals und Kopf anzusehen; sie geht mit schrillem Wanruf einher. Fluchtbereitschaft äußert sich in übertriebene Unterwürfigkeitsgebärde, d. h. in senkrecht nach unten gebogenen Hals und Kopf, mangelnde Kampfbereitschaft ( Demutsgebärde Bild 4 ) im Einziehen und Zurücknehmen von Kopf und Hals, dem sogenannten " Winkelhals " ( Bild 3b ).

Die Beziehung zum Futter kommt bei Gänsen nicht nur durch  Lernvorgänge zustande. Gänse wie Enten haben eine angeborene Vorliebe für grün, sowie für Pflanzen mit feinen und zerteilten Blattspreiten ( wie Möhrenkraut und Schachtelhalm ) oder mit schmalen Blättern ( Gräsern ). Ein Augenmaß für verzehrbahre Größe besitzen sie nicht im gleichen Maße wie Hühner, Tauben, Enten und Fasanen, weil sie von zu großen Futterbrocken Teile abknabbern können z. B. Möhren. Unter den Getreidearten ziehen Gänse das weichere und längere Haferkorn allen anderen Arten bei weitem vor. Wird der Hafer entspelzt, sinkt dessen Beliebtheit sofort stark ab ( z. B. von 100 auf 13 Prozent Aufnahmefähigkeit ). Gänse achten außer auf die Korngröße auch auf die Farbe, Härte, Feuchtigkeit, Oberflächenbeschaffenheit - rau und haarig sind unbeliebte, glatt beliebte Merkmale - sowie auf den Geschmack ihres Futters. Dabei hat der Tastsinn den Vorrang: der Geschmack kommt erst zur Geltung, wenn taktil nichts zu beanstanden ist. Am empfindlichsten reagieren Gänse auf saure und salzige Lösungen. Dabei werden sie nur von den Tauben übertroffen. Bitter ist ihnen - im Gegensatz zu Hühnern und Tauben - unangenehm, süß in Form von Möhrensaft oder Zuckerlösungen in gewissem Umfange angenehm. Die Schmackhaftigkeit ist aber unter allen Merkmalen, die ein Futter reizvoll machen die unsicherste Größe. Auf der Weide lernen sie schnell die verschiedenen Pflanzenarten zu unterscheiden, wobei sie sich nach der Zartheit und leichten Verzehrbarkeit richten. Große individuelle Unterschiede treten bei ihnen kaum auf. Vielleicht hängt es mit ihren familiären Bindungstrieb zusammen, dass alle fressen wollen, was eine gerade zu sich nimmt.

--- Bild 1 ---  Kontaktaufnahme der Gössel zur Mutter durch " Wie" -Laut 

--- Bild 2a ---Schnattern

--- Bild 2b ---Warnhaltung

--- Bild 3a ---Unterwürfigkeitsgebärde

--- Bild 3b ---Winkelhals

--- Bild 4 ---  Ausgeprägte Demutshaltung


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Die wildlebenden Graugänse haben wie die übrigen Wassergeflügelarten ritualisierte Balz- und Paarungsweisen entwickelt. Unter ihnen kommt dem sogenannten Triumphgeschrei die größte Wirkung zu. Während der Werbung unternimmt der Ganter einen echten oder scheinbaren Angriff auf selbst stärkere Gegner und stößt beim Zurückkehren zur umworbenen Gans unter Hals- und Kopfhochrecken ein lautes, trompetenartiges Geschrei aus. Stimmt die weibliche Gans in dieses " Triumphgeschrei " ein, ist die Ehe geschlossen. Dieses gemeinsame Erlebnis bindet die Partner enger aneinander als die Paarung selbst.

In der Haustierhaltung der Gänse ist auch dieses Verhalten zerfallen, es hat seinen ursprünglichen Bezug verloren und tritt als selbständige, isolierte Bewegung vornehmlich beim Ganter nach dem Tretakt auf ( Bild 1 ). Charakteristisch  für das genannte Verhalten ist außer dem typischem Geschrei das Hochrecken des Halses. Auf dem Land kann Flügelschlagen oder Ausbreiten hinzukommen. Erhalten hat sich, trotz der Ausweitung der Sexualität und dem weit früherem Eintritt der Geschlechtsreife ( im ersten Lebensjahr statt im zweiten ) die größere sexuelle Aktivität der weiblichen Gans, denn von ihr geht weiterhin die Aufforderung zur Paarung aus. Auch die Beschränkung auf wenige und bestimmte Sexualpartner blieb bestehen, wenn sie sich auch ein wenig lockerte, d. h. auf mehrere erstreckte. Zahme Gänse kennen sich wie Hühner u. a. persönlich, und durch Federauszupfen im Gesichtsbereich läßt sich keine Gans für ihren Gefährten unkenntlich machen. Nach welchen Merkmalen sich Gänse untereinander erkennen, ist noch nicht geklärt. Anscheinend spielen Besonderheiten der Schnabelform sowie das Auge, die Kopfform, auch die Stimme eine Rolle. So achten Gänse z. B. genau auf die Gefiederfarbe ihrer Partner und lehnen oft anders gefärbte - graue Gänse z. B. weiße und umgekehrt - starrsinnig ab. Vor Fremden und auch bei der Werbung zeigen Gänse ein Prahl- oder Imponiergehabe, das auf dem Wasser durch Anheben der Flügel, Aufrichten und Hochrecken zu einer scheinbaren Vergrößerung des Körperumfangs beiträgt ( Koggenhaltung , Bild 2b ) oder durch krümmen des Halses beeindrucken soll ( Bogenhals, Bild 2a ), zumal sich die imponierende Gans dem Betrachter möglichst mit der Breitseite zu präsentieren sucht. Auf dem Lande gehört zum Imponieren das Anheben der Flügel und das Hochrecken des Kopfes ( in den Nacken werfen ) bei tief gesenkten Hals ( Bild 3 ). Als Beschwichtigungsgebärde, die oft der Paarung vorrausgeht, ist das Halseintauchen oder Gründeln anzusehen. Paarungswillige Ganter führen es besonders heftig aus. Die Paarungsbereitschaft ist bei älteren Gantern größer. Etwa 15 bis 30 Tage vor dem Legebeginn sind die Gänse zur Paarung bereit, während der Legeperiode oftmals nur an legefreien Tagen. Bei Beobachtungen, die sich drei Monate hinzogen, registrierten Forscher im Durchschnitt 40 Paarungen je legende Gans, einzelne Ganter traten bis zu neun Gänse. Doch ist die Befruchtung in Stämmen von 1,3 besser als in solchen mit 1,4 bis 1,7 Tieren. Auch die Alterszusammenstellung ist wichtig. Bei Stämmen die aus älteren Gänsen ( sechs und siebenjährige ) und einjährigen Gantern bestanden, verbesserten sich die anfangs mäßigen Befruchtungsergebnisse während der Zuchtsaison, wobei es gleichgültig war, ob fünf oder sieben Gänse zum Zuchtstamm gehörten. Umgekehrt hatten aus zweijährigen Gantern und einjährigen Gänsen zusammengesetzte Zuchten von Anfang an eine hohe Befruchtungsrate ( 82 % ), die während der Zuchtperiode nicht nachließ. Veränderungen aller Art, sei es in der Haltung, der Zusammensetzung des Zuchtstammes oder in den Witterungs- und Beleuchtungsverhältnissen, können das Verhalten der Gänse, insbesondere das der Ganter, stark beeinflussen.

Künstliche Beleuchtung im Herbst läßt z. B. den Legebeginn vorverlegen und Ganter im Alter von zehn bis elf Monaten geschlechtsreif werden, doch sinken im Frühjahr Eizahl und Befruchtungsrate stark herab, und wenn sich die Legeleistung gegen Saisonende auch wieder verbessert, so bleibt die Befruchtung mangelhaft, zumal die Spermaqualität am Ende der Zuchtperiode auch unter normalen Verhältnissen erheblich nachläßt. Bei im November künstlich 14 Stunden beleuchteten Gantern begann im Januar die Samenproduktion und hörte im Juni auf. Bei Erwachsenen Gänsen bleibt die im Jugendalter ausgekämpfte Rangordnung erhalten, wenn die Tiere beisammen bleiben, mit hinzu kommenden fremden Gänsen gibt es Auseinandersetzungen, die schnell entschieden werden. Ganter greifen sich unter kräftigen Flügelschlägen an, beißen sich im Brustgefieder oder am Hals des Gegners fest. Begegnen sie sich im Wasser, versucht jeder, den Gegner unter Wasser zu drücken. Der Unterlegene nimmt - unter Zurückziehen von Hals und Kopf - die schon bekannte Demutshaltung an, wird aber von Ranghöheren immer wieder angedroht und weggebissen. Auf die Ausdauer beim Kampf übt die größe der Familie deutlichen Einfluß aus: Ganter kämpfen um so hartnäckiger, je größer ihr Anhang ist. Auch ältere Gänse zeigen mehr Ausdauer als Einjährige.

Gänse sind ihrem ganzen Verhalten nach auf ein Leben auf weiten, freien Flächen eingestellt, wo ihnen ihre Sehschärfe ( Fernsicht ) sehr zu Gute kommt. Deshalb scheuen sie sich vor Hecken, Gebüsch u. ä. und betreten nicht freiwillig Wege, auf denen ihnen die Übersicht durch Gebäude oder Hecken und dergleichen genommen ist. 

Ihre Futteransprüche scheinen groß zu sein, weil Gänse wählerisch sind. Dabei spielt oft weniger die Futterart als solche eine Rolle, als vielmehr das geringe Fressbedürfnis. Sobald Gänse eine gewisse Masse mit entsprechendem Fettansatz erreicht haben, verspüren sie wohl kaum Hunger. Ebenso geht die Futteraufnahme während der Zuchtperiode zurück, so dass es sich empfiehlt, ihnen dann an Eiweiß oder Kalorien reicheres Futter anzubieten. Unter den Preßfuttertypen ziehen die Gänse die Teilchengröße    6 mm allen anderen vor. Die recht großen Maiskörner beknabbern sie, bevor sie sie verzehren. Weicht man den Mais ein, wodurch er weicher und zugleich größer wird, nehmen ihn die Gänse nur ungern an; für sie ist eine gewisse Kornhärte erfoderlich. Haben sie die Wahl zwischen ungleich feuchten Schroten, ziehen sie die feuchtere Probe vor, doch ist ihre Unterschiedsempfindlichkeit geringer ausgebildet als beim Huhn. Wahrscheinlich richten sich die Gänse vor allem nach der Verzehrbarkeit, die mit dem Tastsinn geprüft wird.

Zeichnung Oben >            Bild 1 = Verhalten nach dem Tretakt

Zeichnung Mitte Links >   Bild 2a = Imponiergehabe

Zeichnung Mitte Rechts > Bild 2b = Koggenhaltung

Zeichnung Unten >           Bild 3  =  Hochrecken des Kopfes                                                                                        in den Nacken werfen


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Schon vor ca. 3.000 bis 4.000 Jahren begann der Mensch mit der Domestizierung ( Haustierwerdung ) der Gänse. Dabei sind unsere Höckergänse aus der sibirischen Schwanengans ( Anser cygnoides ) entstanden. Alle anderen anerkannten Gänserassen entstammen der heute, bei uns durch erfolgreiche Einbürgerungsversuche, wieder häufiger vertretenden Graugans ( Anser anser ). Anhand von alten ägyptischen Grabwandreliefs kann man davon ausgehen, dass die Domestikation in Ägypten und etwa  zur Römerzeit in Europa vollzogen wurde.

Eine Folge der Domestikation ist die Selektion durch den Menschen. Er war immer bestrebt noch mehr Körpergröße, Fleisch und Fettansatz, Zutraulichkeit, erhöhte tägliche Zunahme, Frohwüchsigkeit, Befruchtung, Zuchtfähigkeit sowie Federertrag und Vitalität zu erreichen. Während in der Hühnerzucht die Verzwergung einen Auftrieb erhielt, wurde bei den Gänsen dieser Trend nie ernsthaft in Erwägung gezogen. Die Wirtschaftlichkeit stand immer im Vordergrund. So auch bei den Toulouser Gänsen.

Wie der Name schon sagt, stammt diese Gans ursprünglich aus der Gegend um die südfranzösische Stadt Toulouse. Die Rassenbildung begann im 14. Jahrhundert in den Garonne- Niederungen. Die Rasse wurde wegen ihrer großen Leber gezüchtet. Allerdings hatte der damalige Gänsetyp mit unseren heutigen Toulousern nur die Federfarbe gemeinsam. Zu jener Zeit wurde in Frankreich eine leichte Gans mit guter Legeleistung, schwach entwickelter Bauch- und Kehlwamme sowie mit spitzem Kopf und glatten Backen gezüchtet. Etwa um 1750 wurden von Frankreich einige Tiere nach England und den Niederlanden exportiert. Die englischen Züchter begannen mit der Umzüchtung des französischen Typs.

Nach der Umzüchtung war der englische Typ unserem heutigen in etwa gleich. Man muß schon anerkennen, dass die englischen Züchter hier Großes geleistet haben. Alle unsere jetzigen Zuchten beruhen auf dem englischen Typ. Auch die in Amerika befindlichen Toulouser, gehen nach meinen Erkenntnissen, aus den Toulousern von der Insel hervor.

Etwa um das Jahr 1870 bekam der Altmeister der Toulouserzüchter Adam Radetzky aus Ochsenfurt bei Würzburg einige Toulouser-Gänse aus einer englischen Zucht. Was dieses Züchtergenie daraus machte, erfährt auch heute nach nun schon 140 Jahren bei allen Züchtern dieser Rasse, die mit den Problemen und Schwierigkeiten vertraut sind, Hochachtung und größten Respekt. Nach Adam Radetzkys Tot, im Jahr 1925, führte dessen Sohn Franz die erfolgreiche Zucht seines Vaters weiter. Franz Radetzky rettete die Toulouser Zucht unter größten, auch persönlichen Schwierigkeiten durch den 2. Weltkrieg. Leider kam Franz gegen Ende des Krieges bei einem Bombenangriff ums Leben. Sofort übernahm Bruder Hermann die Zucht  und setzte sie erfolgreich fort. Insgesamt 95 Jahre wurden von der Familie Radetzky Toulouser Gänse gezüchtet, und dazwischen lagen zwei Weltkriege.

Im Jahre 1909, verschickte der damals zwei Jahre alte Sonderverein der Deutschen Gänsezüchter eine Musterbeschreibung über die Toulouser Gans. Während nach dem 2. Weltkrieg die Toulouser auf Großschauen selten und mit wenigen Exemplaren vertreten waren, nahmen deren Meldezahlen in den achziger und zu Beginn der neunziger Jahre erheblich zu. Leider hat sich Dieses wieder geändert. Zur Zeit stellen etwa 10 Züchter ihre Toulouser Gänse auf Großschauen aus. Auf den Bundessieger und den Deutschen Junggeflügelschauen der letzten Jahre standen immer 15 bis 35 dieser imposanten und ruhigen Tiere. Wenn man auf diesen Schauen durch die Käfigreihen geht, kommt man zu dem Schluß, dass sich wohl zur Zeit die ausgeglichensten Kollektionen unter den Gänserassen bei den Toulousern befinden, was auch auf ein gutes Verhältnis  der Züchter untereinander deutet. Unter den Züchtern findet ein reger Erfahrungsaustausch statt. Zucht und Ausstellungstiere werden getauscht bzw. käuflich zu fairen Preisen weitergegeben, was sich natürlich auf die Toulouser Gänsezucht sehr vorteilhaft auswirkt. Fast alle führenden Zuchten werden  vom SV Deutscher Gänsezüchter betreut, dessen Zuchtwart Mark Hoppe ist. Er selbst züchtet Toulouser und steht allen mit seinem Rat zur Seite. Nach den Radetzkys prägten Albert Deiß und Hermann Frankenfeld ( beide verstorben ),  sowie die Züchter Crede, Dziomba, Eberwein, Grötecke, Herold, Ihlo, Jöckel, Meise, Radke, Schumacher, Trinkl und Tuma die heutigen Toulouser. 


Bei der Toulouser Gans fällt dem Betrachter sofort die massige Körperform mit dem kräftigen Hals, sowie der breite Kopf mit der Kehlwamme und dem vollen bis auf die Erde reichenden Bauchwerk auf. Bei ihr ist alles, was für die Massebildung förderlich ist, reichlich vertreten. Hinzu kommt ihr ruhiges Wesen, wodurch eine gewisse Souveränität ausgestrahlt wird.


Der Kopf hat auf das Erscheinungsbild einer rassigen Toulouser großen Einfluß. Er ist kurz jedoch breit und hoch. Der Oberteil des Schädels soll gut gebogen und einen gezogenen Übergang zum Hals haben, also ohne Platte sein. Typisch ist auch der kurze, dicke Schnabel, der ohne Einbuchtung ( Wulst am Schnabelansatz ) in die recht flache Stirn übergeht. Der orangefarbene, leicht abwärts gebogene Schnabel hat eine blasse Bohne. Der rassetypische Gesichtsausdruck wird durch ausgeprägte Backenwülste gefördert. Aus Erfahrung kann ich inzwischen sagen, dass Tiere mit vollen Backen für die Zucht sehr wertvoll sind. Manchmal sieht man auf Ausstellungen Toulouser mit leichten, spitzen Köpfen und trockenen Backen. Hier handelt es sich um Tiere mit unzureichender Substanz. Deshalb sollte meiner Meinung nach im " Deutschen Rassegeflügelstandard " stehen: " Kopf mit ausgeprägten Backenwülsten ". Die Backenwülste verleihen dem Kopf mehr Ausdruck und passen besser zum massigen Körper. Hermann Radetzky schrieb 1953: " Die Backenwülste müssen gut hervortreten ". Die Augen liegen hoch, sind dunkelbraun und mit einem orangefarbenen Ring umgeben. Das Auge soll groß und rund erscheinen, da das Tier dadurch lebhafter wirkt.

Die Ausfärbung des Schnäbel bei jungen Toulousern erfolgt oft sehr spät. Deshalb ist hier bei der Bewertung Nachsicht angebracht. Zum Kopf gehört auch eine gut ausgeprägte Kehlwamme, deren Entwicklung jedoch stark vom Alter abhängig ist. Alles braucht eben seine Zeit. Unter einer ausgeprägten Kehlwamme versteht man, dass diese lose und leicht wellig und nicht eine straffe Hautfalte am Unterschnabel ist.

Der kräftige Hals wird senkrecht getragen. Durch das furchige Halsgefieder wirkt er noch stärker. Zu beachten ist, dass man eine gewisse Halslänge nicht unter-  bzw. überschreitet. Da der Kiel vom oberen Hals bis zum Bauchanfang geradlinig verlaufen soll, benötigt er auch seinen Platz. Ist der Hals zu kurz, schlägt der Kiel oftmals eine Delle ( ähnlich einer S- Kurve ), da er platzmäßig nicht unterzubringen ist. Nur auf mittellangen Hälsen kann ein wuchtiger gerader Kiel Platz finden und voll zur Geltung kommen.


Zur Körperform sei gesagt, dass der " Rassegeflügel-Standard "  eine gedrungene Gesamterscheinung und einen verhältnismäßig kurzen Rumpf verlangt. Schon Hermann Radetzky schrieb in dem oben von mir zitierten Artikel: " Von einem zu langen Rücken, bei der Toulouser Gans kann niemals die Rede sein. Er gibt dem Tier erst noch die höchste Vollendung, so das man wahrlich von der Form einer Lokomotive sprechen kann ". Hier bin ich mit Radetzky einer Meinung. Allerdings müssen die langen Toulouser einen kantigen, breiten Rücken haben und hoch auf den Beinen stehen. Bei waagerechtem Stand wirkt so ein Tier, durch die gewaltige Tiefe und Höhe des Körpers, nicht zu lang. Die Proportionen müssen eben zueinander passen. Das die Brust nicht breit genug sein kann,dürfte klar sein.

Der Kiel hat die ideale Form, wenn er vom Hals ohne Unterbrechung in einem flachen Bogen über die Kropfpartie, sowie dem Brustbein gerade heruntergeht und mittig kurz vor der üppigen Bauchwamme endet. Zum Kieleinlauf ist noch Folgendes zu sagen: Er sollte bei Jungtieren exakt und gleichmäßig in die Mitte der Bauchwamme einlaufen. Bei älteren Tieren ist das nicht immer zu erreichen. Allerdings sind auch Alttiere mit idealem Kieleinlauf zu sehen.

Die Bauchwamme ist von Vorne gesehen zweigeteilt und wird gleichmäßig gefordert. Die kurzen, kräftigen Schenkel werden von vorne durch die Bauchwamme und seitlich durch das reichliche Schenkelgefieder verdeckt. Die grobknochigen Läufe sind wie der Schnabel orange. Die Schnabelbohne wird, zumindest bei Alttieren, hell gefordert, hingegen sollen die Zehennägel dunkel sein.

Das Hinterteil einer rassigen Toulouser wird voll ausgebildet verlangt. D. h. es soll gut hervortreten und auf keinem Fall schief oder einseitig sein. Breite und tiefe Hinterteile sind anzustreben und bilden den figürlichen Abschluß. Die breiten nicht zu langen Flügel werden hoch und dicht anliegend getragen.


Die Grundfarbe der Toulouser Gans ist ähnlich der Graugans und soll eine möglichst satte in schwarz oder blau spielende Tönung haben. Vorteilhaft wirkt sich dabei ein gewisser Glanz aus, der oft mit einer etwas festeren Feder verbunden ist. Eine kurze breite Feder ist anzustreben, da auf ihr die helle Säumung besser zur Geltung kommt. Wichtig ist eine scharfe, saubere Säumung der grauen Federn an den Schenkeln und auf dem Rücken, sonst wird die Zeichnung unklar und verschwommen. Das Bauch- und Steißgefieder ist weiß, hingegen das Brust und Schenkelgefieder hellgrau. Die Schwanzfedern sind grau mit weißen Rändern. Junge Tiere sind in der Regel heller als Alte und mehr braungrau. Zu verbessern ist oftmals noch die Schwingenlage ( starkes kreuzen ) und die Festigkeit des Rückengefieders. Bei der Bewertung jedoch sollte, da die Toulouser ein Formentier ist, die Form Vorrang haben. Farbe und Feder sind dem unterzuordnen.


Das Gewicht ist im Standard beim Ganter mit 9 - 10 kg, bei der Gans mit 8 - 9 kg angegeben. Diese Werte werden heute mühelos erreicht, häufig sogar überschritten. Das Mindestgewicht der weißschaligen Eier beträgt 160 g. Eine Ringgröße von 27 mm ist für beide Geschlechter erforderlich.                   Grobe Fehler: fehlender Kiel, fehlende Kehlwamme, dunkle Schnabelbohne bei Alttieren. Als weitere Fehler gelten: geringe Körpergröße, fehlende, schiefe oder einseitige Bauchwamme, sowie ein langer gebogener Hals.


Die Toulouser Gans stellt in dieser Hinsicht keine besonderen Anforderungen. Allerdings ist ihr Wohlsein zu fördern. D. h. sie benötigt gute Weideflächen mit einer schattigen, windgeschützten Ruheecke. Fließendes Wasser ist vorteilhaft, jedoch nicht unbedingt erforderlich. Eine frische Tränke bzw. Badegelegenheit in einem Becken wird gern angenommen. Muschelkalk und grobkörniger Sand, fördern die Verdauung und wird ständig angeboten. Zuchttiere neigen zum Verfetten. Die Folge sind schlechte Befruchtung und Schlupf. Darum sollte in den Sommermonaten, bei guter Weide nicht, oder nur sehr gering zugefüttert werden. Wenn der Nährwert der Weideflächen nicht ausreicht, wird abends etwas Hafer, im rechten Maß zugefüttert. D: h. der angebotene Hafer soll in Kürze ( ca. 2 - 3 Minuten ) restlos aufgefressen sein. In den Wintermonaten reicht man außerdem Futtermöhren und wenn vorhanden Äpfel, die eine ausreichende Vitaminversorgung garantieren. Nach der ersten Eiablage ( etwa Anfang März ) mische ich etwas gekörntes Legemehl unter die tägliche Haferration. Im ersten Zuchtjahr stelle ich einen Ganter und eine Gans zusammen. Bei einer Befruchtung von mindestens 40% bekommt er im folgenden Jahr zwei Gänse. So erhalte ich ein Geschlechtsverhältnis von 1 : 2 pro Zuchtstamm. Die beste Befruchtung ist nach meinen Aufzeichnungen im März und April, wogegen sie im Mai langsam, aber stetig nachläßt. Mit der Naturbrut habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, da die Toulouser nicht immer zuverlässig brütet und auf Grund ihres Gewichtes das ein oder andere Ei im Gelege beschädigt. Gute Erfolge hatte ich dagegen mit der Kunstbrut. Außerdem ist die Legeleistung dadurch wesentlich höher. Eine Legeleistung von 25 - 50 Eiern pro Gans ist durchaus erreichbar. Anfang Dezember, nach der Bundessiegerschau stelle ich die Zuchtstämme zusammen, so dass sie bis zum Legebeginn ca. 12 Wochen Zeit haben sich aneinander zu gewöhnen und anzupaaren. 


Nach 30 Tagen schlüpfen innerhalb 6 bis 8 Stunden die Gössel. Den Kontakt zueinander nehmen sie durch ihr Piepen schon vor und während des Schlüpfens auf. In den ersten 6 Stunden sollen die Gössel eng untergebracht sein, da sie durch Körperkontakt den Kükenstaub schneller verlieren und somit flauschig werden. Nach dem Schlupf können die Gössel bis zu 5 Tage von der Substanz leben ( eingezogener Dottersack ). Deshalb ist eine sofortige Futtergabe nicht erforderlich. Wichtiger ist das Tränken. Ich stippe die Schnäbel der Gössel in ein flaches Gefäß, dessen Wasser mit einen Tropfen    " Vitamin K1 " angereichert wurde. Oft finden die Gössel sofort danach selbständig die Tränke. Als Aufzuchtfutter wird Gänsekükenstarter gefüttert. Brennessel und Löwenzahn, jeweils kleingehackt wird neben dem Fertigfutter angeboten und mit Vorliebe verzehrt.

Die richtige Umgebungstemperatur ist erreicht, wenn die Gössel lose im Zentrum der Wärmequelle sitzen. Die Tiere werden unter einer Infrarotlampe 14 Tage auf Stroh gehalten und die Temperatur kontunuierlich abgesenkt. Eine Wärmequelle ist danach nicht mehr erforderlich, die Einstreu sollte aber immer trocken sein.

Bei schönem Wetter kommen die Gössel für einige Stunden ins Freie, wo sie sofort kurzes, junges Gras rupfen. Wichtig ist, dass  der Boden und das Gras trocken sind. Also auch bei schönem, warmen Wetter die Gössel nicht zu früh ins Freie lassen. 

4 Wochen alte Gössel dürften aus dem Gröbsten heraus sein. Die ersten Schulterfedern bilden sich und somit kann etwas Regen, Wind und Kälte den Tieren nichts anhaben. Toulouser sind sehr frohwüchsig und benötigen in der Entwicklung viel Kraftfutter. Versäumnisse, die während der Aufzucht in den ersten 6 Wochen begangen wurden, können später nicht wieder gut gemacht werden. Dazu gehöhrt auch die stetige Versorgung mit Futterkalk sowie eine regelmäßige Entwurmung. Im alter von 5 bis 6 Wochen ( etwa mitte Mai ), wenn die ersten Wärmegewitter kommen, also bei feuchtwarmen Wetter ist eine Wurmkur erforderlich. Der Tierarzt  wird das entsprechende Medikament haben und über die richtige Anwendung und Dosierung informieren.


Kippflügel:>> sind keine Inzuchterscheinung, sondern eine Folge von Frohwüchsigkeit und hoher Kraftfutteraufnahme. Die Federkiele der Handschwingen sind im Gösselalter von ca. 5 Wochen mit Blut gefüllt und somit schwerer als ausgereifte Federn. Das Seitengefieder ist noch nicht fertig ausgebildet, und der Handknochen des Flügels ist weich. Dadurch kann er schnell eine unatürliche Form anehmen. Die Flügelspitze klappt nach außen. Eine Reparatur ist im Anfangsstadium möglich durch leichtes, loses binden des Flügels mit Tesakrepp oder Teppichklebeband an den Rumpf. Nach etwa 48 Stunden hat der Flügel die natürliche Lage angenommen und das Klebeband kann entfernt werden.

Zungendurchbruch:>> Unter einem Zungendurchbruch versteht man, wenn die Zunge nicht im Schnabelbett, sondern auf der ausgeweiteten Haut unter dem Unterschnabel liegt. Die Tiere können mit der Zunge nicht mehr spielen und werden bei der Futteraufnahme stark behindert. In diesem Fall muß der Tierarzt aufgesucht werden. Er näht die ausgeweitete Haut in Höhe des Unterschnabels mit 2 bis 3 Stichen ab. Die Behandlung ist fast unblutig und die Tiere fressen anschließend sofort weiter. Beim Zungendurchbruch aber sofort handeln, da sich mit zunehmender Dauer das Hautgewebe immer mehr weitet und somit geschwächt wird.

Hängekropf:>> Besonders beim Federwechsel sind die Tiere anfällig dafür. Hier handelt es sich um eine Erweiterung des Kropfes. Die Verdauung geht nur langsam vonstatten, es gelangt also kein oder sehr wenig Futter in den Magen. Die Kropfpartie fühlt sich von außen hart und fest an und es stellt sich ein säuerlicher, gärender Geruch ein. Eine Operation ist nicht zu empfehlen, da der Erfolg oftmals ausbleibt oder nur für kurze Zeit anhält.

Legenot:>> tritt des öfteren bei Gänsen, die das erste Mal für die Zucht verwendet werden, auf. Sie legen ihre Eier nur unter großen Schwierigkeiten ab. Begünstigt wird die Legenot durch Doppeleier, rauhe Eierschalen und die Verfettung. Diese Gänse sollten in der Zucht keine Verwendung finden, da deren Eier oftmals nicht befruchtet sind. Bei schwerer Legenot ist es schon vorgekommen, dass sich Tiere den Legedarm herausgedrückt haben.

Spreizbeine bei Eintagsküken:>> Hierbei kommen die Gössel nicht zum Stehen. Die Gössel wollen sich hochstemmen, jedoch die Läufe drücken seitlich nach außen, so dass sie keine Hebelwirkung haben. Hier hilft eine Beinfessel. Unter einer Beinfessel versteht man 2 Ringe ( je Lauf einen ) die mit einer dünnen Schnur bzw. einen kleinen Gummiband verbunden sind, so dass die Läufe nicht nach außen drücken können. Beim Ruhen der Gössel befinden sich die Beine dann unter dem Rumpf. Die Beinfessel sollte etwa 24 Stunden getragen werden. Danach ist auch dieses Problem gelöst.

Ich hoffe mit diesem Artikel die Verbreitung der Toulouser Gänse zu fördern, und deren Züchter einige Anregungen und Tipps gegeben zu haben. Für weitere Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

                                                                      Karl-Heinz Tuma, 49448 Lemförde 

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